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Bildungsfreibetrag und Bildungsprämie

Bildungsprämie und Bildungsfreibetrag

 

Für Kosten der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers für die im betrieblichen Interesse gelegene Aus- und Weiterbildung ihrer/seiner Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter durch externe Einrichtungen (Unternehmen wie z.B. Seminarveranstalter) oder Körperschaften öffentlichen Rechts (z.B. WIFI, BFI) kann eine Bildungsprämie in Höhe von sechs Prozent beansprucht werden.

 

Die Prämie wird auf dem Abgabenkonto gutgeschrieben, sie ist nicht steuerpflichtig (keine Betriebseinnahme).

 

Bemessungsgrundlage der Prämie sind die in Rechnung gestellten unmittelbaren Aus- oder Weiterbildungsaufwendungen (ohne Umsatzsteuer).

 

Alternativ dazu steht ein als Betriebsausgabe geltend zu machender externer Bildungsfreibetrag von 20 Prozent zu. Damit werden die Aus- oder Weiterbildungsaufwendungen im Ergebnis mit insgesamt 120 Prozent Betriebsausgabe abgesetzt.

 

Es kann für die jeweiligen Aufwendungen nur entweder die Bildungsprämie oder der externe Bildungsfreibetrag beansprucht werden.

 

Steuerlich begünstigt sind nur jene verrechneten Aufwendungen, die unmittelbar die be­rufliche Aus- oder Weiterbildung von Dienstnehmerinnen/Dienstnehmern betreffen, beispielsweise:

Kurs- oder Lehrgangsgebühren,

Honorare für Vortragende,

Kosten für Vortragsunterlagen

 

Neben dem Bildungsfreibetrag für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durch externe Firmen und Bildungseinrichtungen kann auch für Aufwendungen für innerbetriebliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen ein interner Bildungsfreibetrag von 20 Prozent geltend gemacht werden. Dabei gilt eine pauschale Höchstgrenze von 2.000 Euro pro Kalendertag der Aus- und Weiterbildungsmaßnahme, unabhängig von der Zahl der Teilnehmerinnen/der Teilnehmer. Voraussetzung ist ferner, dass eine einem Teilbetrieb vergleichbare interne Bildungseinrichtung besteht. Eine Bildungsprämie ist hier nicht vorgesehen.

 

Betroffene Unternehmen

 

Alle Unternehmerinnen/Unternehmer mit betrieblichen Einkünften, unabhängig von der Rechtsform (Einzelunternehmen, Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften).

 

Voraussetzungen

 

Der Bildungsfreibetrag muss in der Steuererklärung gesondert ausgewiesen werden. Ein fehlender Ausweis kann aber bis zur Rechtskraft nachgeholt werden.

 

Die Bildungsprämie wird gesondert geltend gemacht.

 

Fristen

 

Die Bildungsprämie kann frühestens nach Ablauf des Wirtschaftsjahres und spätestens mit Rechtskraft des entsprechenden Bescheides (Einkommen- oder Körperschaftsteuerbescheid, Feststellungsbescheid für Personengesellchaften) beansprucht werden.

 

Der Bildungsfreibetrag wird im Rahmen der Gewinnermittlung gewinnmindernd berücksichtigt.

 

Zuständige Stelle

 

Das für die Veranlagung oder die Einkünftefeststellung zuständige Finanzamt (Wohnsitzfinanzamt, Betriebsfinanzamt für Körperschaften oder Personengesellschaften).

 

Verfahrensablauf

 

Es ist kein besonderer Verfahrensablauf zu beachten.

 

Erforderliche Unterlagen

 

Es sind keine besonderen Unterlagen erforderlich.

 

Kosten

 

Es fallen keine Gebühren und Abgaben an.

 

Rechtsgrundlagen

§ 4 Abs 4 Z 8 Einkommensteuergesetz 1988 – EStG 1988 (externer Bildunsgfreibetrag)

§ 4 Abs 4 Z 10 EStG 1988 (interner Bildungsfreibetrag)

§ 108c EStG 1988 (Bildungsprämie)


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